Pfinzweiler bleibt „Favoritenschreck“ der Kreisklasse B2

SV Huchenfeld 2   -   VfB Pfinzweiler   0 : 3 (0 : 1)

Gegen den bis dahin souveränen Tabellenführer aus Huchenfeld war vor dem Spielbeginn schon klar, dass nur mit einer einhundertprozentig guten Mannschaftsleistung etwas Zählbares erreicht werden konnte.

Trainer Kurt Hoffmann stellte sein Team entsprechend defensiv auf und wollte aus einer sicheren Verteidigung heraus über die tief stehenden Außenstürmer blitzschnell umschalten und kontern. Zusätzlich bot er Sebastian Peukert als „Zehner“ auf, um dessen Geschwindigkeit in beide Richtungen nutzen zu können. Die Gäste in Grün-Weiß ließen den Gegner also kommen, stellten Räume und Pass-Wege geschickt zu und ließen die spielstarken Hausherren kaum zu Torchancen kommen. Die schnellen Gegenzüge waren ein adäquates Mittel, da die SVH-Reserve recht früh sehr hoch stand und Pfinzweiler so durch ein schnelles Umschaltspiel zu Offensivaktionen kam. Eine solche Aktion landete nach Flanke von Marius Sprengel und dem abgewehrten Torschuss von Simon Fischer vor den Füßen von Sebastian Peukert, der sich alle Zeit nahm und eiskalt zur Gästeführung abschloss. Mit dieser, aufgrund der Ballbesitzanteile schon überraschenden, Führung im Rücken lief die Zeit für Pfinzweiler, so dass auch die Hausherren immer nervöser wurden und bis zur Halbzeit kaum noch hochprozentige Aktionen gelangen. Die gefährlichsten SVH-Chancen hatte bis dahin der erneut sichere Rückhalt Kevin Ziegler im VfB-Tor entschärft.

Nach einer Viertelstunde „Durchschnaufen“ in der Halbzeit kam es dann zu der erwarteten 45-minütigen Dauerbelagerung des VfB-Tors. Doch mit vollem Einsatz und dem vielleicht am heutigen Tag „Glück des Tüchtigen“ hielt das VfB-Bollwerk um Innenverteidiger Helge Lüdcke stand. Die Angriffe des Tabellenführers wurden mit laufender Spielzeit immer wütender und so stand die Abwehrreihe der Gastgeber permanent auf Höhe der Mittellinie. Dies spielte Sebastian Peukert zehn Minuten vor Schluss sehr in die Karten, da dieser mit einem tollen Solo-Lauf über den rechten Flügel allen Gegnern davonlief und dann das Auge für den mitgelaufenen Marius Sprengel hatte, der die zweite Pfinzer Torchance souverän zum 2:0 nutzte. Damit war das Spiel eigentlich entschieden, denn dieser erneute Rückschlag schockte Huchenfeld 2. Die Hausherren legten die Angriffsbemühungen und Konzentration ab, so dass ein schwacher SVH-Rückpass von Simon Fischer erlaufen, der Torhüter umspielt und der Ball schließlich beim gestarteten Sebastian Peukert landen konnte, der mit dem 3:0 die große Überraschung perfekt und sich selbst zum Mann des Spiels machte.

Es bleibt also dabei, dass der VfB Pfinzweiler gegen die top-platzierten Teams nur ein Spiel verloren hat und so seinem Namen als „Favoritenschreck“ in dieser Saison alle Ehre macht. Da leider gegen die hinteren Teams nicht immer so überzeugend gespielt wurde, steht man aktuell auf Platz vier. Im anstehenden Heimspiel erwarten Pfinzer nun die Reserve des 1. FC Engelbrand, die ebenfalls nur zwei Punkte hinter den Grün-Weißen stehen. Es wird als ein interessantes Kräftemessen, bei dem die gezeigte Leistung erneut bestätigt werden muss.


Nächstes Heimspiel am Sonntag, den 22.04.2018, um 15:00 Uhr:
VfB Pfinzweiler – 1.FC Engelsbrand 2