Geschichte des VfB Pfinzweiler

 

Gründung im Juni 1919 im Haus "Rapp"

 

Im selben Jahr der Gründung, wurde die Rodung des Waldgeländes "Fordeleck" und der Bau des ersten Sportplatzes begonnen. Auf dem etwa 2/3 großen Platz, des heutigen Trainingsplatzes, wurden neben Fußballspielen sehr erfolgreich auch Faustballspiele durchgeführt. Erwähnenswert ist hierbei das Erreichen des Endspiels um die Württembergische Meisterschaft im Jahr 1923/24.

 

 

Die Jüngeren im Verein übten teils im Verborgenen, auf verschiedenen Wiesen etc. das Fußballspiel. Mit dem ersten verpflichteten Übungsleiter Hugo Vollmer aus Birkenfeld, wurde der Spielbetrieb geordneter. Im Spieljahr 1925/26 wurde die Bezirksmeisterschaft gegen Nagold errungen.

 

1930/31 zog man sich aus der Teilnahme an den Verbandsspielen aus der Kreisklasse 1 zurück. Wechselvolle Jahre folgten. Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den Jahren 1932/33, im 2. Spieljahr konnte in der Kreisklasse 1 die Vizemeisterschaft erreicht werden. Den Bestrebungen der Gemeinde 1935/36 die Sportfreunde Feldrennach und den VfB zusammenzulegen widersetzten sich elf Aktive der Pfinzer. Ohne diesen Widerstand wäre der Erhalt des VfB Sportplatzes gefährdet und der VfB hätte, wenn überhaupt, eine andere Entwicklung genommen.

 

Durch Einberufung zum Wehrdienst verlor die Mannschaft an Spielstärke und musste von der Kreisklasse 1 in Kreisklasse 2 absteigen.

 

Durch den 2. Weltkrieg kam der Spielbetrieb wie überall zum Erliegen.

 

Die Auswirkungen waren der Verlust von nahezu 30 Mitgliedern, die nicht mehr zurückgekehrt sind. Beim Einmarsch der Alliierten wurde der mittlere Ortsteil völlig zerstört. Beim Brand der Häuser fielen die Schriftunterlagen etc. den Flammen zum Opfer.

 

Nach Verordnung der Besatzungsmacht, war pro Gemeinde nur ein sporttreibender Verein zugelassen, da man selbst zu wenig Aktive hatte, bildete man mit dem Turn- und Sportverein Feldrennach eine Spielgemeinschaft. In den Jahren 1946/47 und 1947/48 konnte man jeweils die Meisterschaft erringen.

 

Erfreulicherweise erhöte sich die Zahl der heimkehrenden Jugendlichen aus der Gefangenschaft. Die Sportgemeinschaft entwickelte sich zum Großverein.

 

Die Aufhebung der Vorschriften und jeweils steigende Mitgliederzahle begünstigten die Trennung.

 

Am 3. September 1949 wurde der eigenständige Spielbetrieb des VfB wieder aufgenommen.

 

  1. Vorsitzender 1949/50 wurde Friedrich Rapp. Die Mannschaft wurde in der B-Klasse Kreis Calw eingeteilt. In diesem Spieljahr konnte auf Anhieb die Meisterschaft und der Aufstieg in die A-Klasse gefeiert werden. In den beiden folgenden Jahren konnte in der A-Klasse der 4. beziehungsweise 5. Tabellenplatz erreicht werden.

1953 errang die eingespielte Mannschaft die A-Klassen Meisterschaft mit ihrem Trainer Heini Schwab. Auf den Aufstieg wurde aus finanziellen Gründen verzichtet.

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Das bisherige Spielfeld wurde 1954 auf übliche Sportplatzmaße vergrößert.

 

Unter dem 1958 gewählten Vorstand Wilhelm Klink, wurde ein lang gehegter Wunsch, ein eigenes Clubhaus zu erstellen, in Angriff genommen.

 

Es konnte eine renovierungsbedürftige Holzbaracke in Pforzheim erworben werden. Nach vielen Ausbesserungsarbeiten wurden die Mitglieder bereits im Dezember 1958 zu einem Familienabend in das neu erstellte Clubhaus eingeladen.

 

Zum 40-jährigen Jubiläum konntet diese Bereicherung für das Vereinsleben mit Stolz der Öffentlichkeit präsentiert werden.

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In der Saison 1959/60 wurden die 1. und die 2. Mannschaft Meister der A-Klasse Enzkreis. Dem Debüt in der 2. Amateurliga Stuttgart folgte der Abstieg.

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Wiederum Meister 1961/62 mit den beiden Mannschaften, versuchte man nochmals in der höheren Liga zu bestehen. Leider konnte man auch hier den Abstieg nicht verhindern.

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Durch die langjährige, intensive Jugendarbeit durch den Schulleiter O. Löffler, konnte die Pfinzer Jugend beim WFV-Jugendtag in Calw als erfolgreichster Teilnehmer das Turnier beenden. Die Jugend durfte aufgrund dieses Erfolges den Sportkreis Calw beim Landesjugendtag in Ludwigsburg vertreten.

 

Nach vielen Nachbesserungen am bisherigen Sportplatz, wurde 1963 der Plan gefasst, das Spielfeld grundsätzlich zu verbessern. Mit Unterstützung der US Pioniers Einheit wurden große Erdbewegungen, Planierungen, Entwässerungen etc. bewältigt. Im Juni 1966 konnte die neue Platzanlage eingeweiht werden.

 

Der Tatendrang war mit diesem gelungenen Sportstättenbau noch nicht beendet. Von Kassier Werner Graser wurde vorgeschlagen, dem Spielfeld ein würdiges Clubhaus gegenüberzustellen. Dem Plan zunächst eine Mehrzweckhalle mit Unterkellerung für Umkleide- und Duschräume zu erstellen, wurde zugestimmt. Nach einer Bauzeit von ca. 9 Monaten stand der stattliche Rohbau. Mit dem Ausbau der Halle war das eigentlich geplante Vorhaben erreicht. Es standen sich nun eine große Halle und der Rest der Holzbaracke gegenüber.

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Nach kurzer Zeit, wurde der seltsame Anblick beendet. Der Abriss und der Anbau eines neuen Wirtschaftsgebäudes fand Anklang und wurde begonnen. Die Fertigstellung des Gesamtbaues war 1968 erreicht.

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Im Spieljahr 1976/77 wurden die beiden A-Klassen in eine spielstärkere Bezirksliga und eine A-Klasse aufgeteilt. Durch die Vizemeisterschaft schaffte man die Qualifikation.

 

Der sportliche Aufschwung zeigte sich auch bei der Jugend. Unter dem agilen Betreuer Hans Zacker errang 1978/79 die A-Jugend die Kreispokalmeisterschaft des Kreises Pforzheim und in Fortsetzung die badische A-Jugend Pokalmeisterschaft. Ein besonderes Geschenk der Jugend zum 60. Jubiläum.

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Bereits 1975 kam der Gedanke, zur Entlastung des Hauptplatzes und der Verbesserung des Spielbetriebes, ein zweites Spielfeld zu bauen. Nach unzähligen Verhandlungen konnten die notwendigen Grundstücke südöstlich des Hauptfeldes erworben werden. Im Herbst 1978 wurde mit den Rodungsarbeiten begonnen. Für Rohplanierung und den Spielfeldausbau wurden einheimische Firmen beauftragt. Die Eigenleistung der Mitglieder dürfte ca. 20-30% der Gesamtsumme betragen haben.

 

Nach einer Bauzeit von ca. 2 Jahren war die Anlage fertiggestellt.

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Zum Einweihungsspiel im Juli 1980 konnte die Bundesligamannschaft „Borussia Mönchengladbach“, damals unter Jupp Heynckes, von Vorstand Dieter Knöller begrüßt werden. Nahezu 2000 Zuschauer sahen ein hervorragendes Fußballspiel. Unsere von Trainer Bürkle gut vorbereitete Mannschaft, konnte die erwartete Niederlage mit 1:6 in Grenzen halten.

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Nach dieser Vorstellung wurde die Mannschaft in der bevorstehenden Runde als Meisterschaftsfavorit eingestuft.

 

Obwohl man ein besseres Torverhältnis als der Rivale aus Calmbach erzielte, kam es durch das Fehlen eines Punktes zum Entscheidungsspiel. In der Verlängerung hatte man mit 2:3 das Nachsehen.

 

Der Verbleib in der Bezirksliga konnte nahezu 10 Jahre gehalten werden. Der Abstieg in die A-Klasse erfolgt im Spieljahr 1988.

 

2003 machten die Pfinzer durch vordere Tabellenplätze wieder auf sich aufmerksam. Im darauffolgenden Spieljahr 2004/05 schaffte der VfB als Vizemeister den Aufstieg in die Kreisklasse, der Abstieg erfolgte leider im darauffolgenden Jahr.

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Nachdem die Spielstärke immer mehr an Qualität verlor, setzt man große Hoffnungen auf eine Spielgemeinschaft mit den 2 Klassen höher spielenden Sportfreunden. Nach zwei Jahren wurde die Gemeinschaft wieder aufgelöst.

 

Als „Neuling“ spielte man nun seit 2 Jahren in der B-Klasse.

 

Während auf der Aktiven Seite die Ansprüche genügsam geworden sind, ist auf dem Bausektor immer mit einer positiven Überraschung zu rechnen.

 

Das umtriebige Mitglied E. Knöller hat in eigener Regie eine Terrassenüberdachung vorgenommen. Ergänzt wurde dieses Vorhaben durch die von R. Dietz erstellten Tische und Bänke im rustikalen Naturstil. Die Einrichtung von den Gästen wohlwollend angenommen.

 

Quelle: Pfeiffer